
Olympische Nachlese #2, 'Der König ist tot, es lebe der König!'
Beijing (China) - Ivan Rana galt lange Jahre als Nummer 1 und Schreckgespenst vor den Spielen von Athen. Doch dann verblasste der helle spanische Stern mit einem 23 Platz und die Konkurrenz im eigenen Hause regte sich. Ausgerechnet Javier Franciso Gomez, seines Zeichens ehemaliger Wasserträger und Ansprinter leitete den Wechsel ein. Der König war tot und verschwand eine ganze Zeit von Seite 1 der Listen der Top-Events.
Im olympischen Jahr meldete sich Rana mit einem einzigen Rennen auf der großen Showbühne zurück. In Kitzbühel blitzte Mitte Juli die ehemalige Klasse im Laufen erneut auf, wenngleich der Laufstil nicht mehr ganz so frisch und locker aussieht, wie in den Jahren vor Athen, als er den World Cup dominieren konnte.
Der König ist tot, es lebe der König - auch in Beijing blieben die Spanier ihrer Teamtaktik treu. Der Angriff erfolgte nach der Hälfte der Laufstrecke an der Steigung auf dem Weg durch die Staumauer durch Rana. Gomez folgte auf dem Fuß und lediglich der britische Newcomer Alistair Brownlee konnte unmittelbar mit- und gegenhalten. Doch es waren auch in Peking verkehrte Vorzeichen: Diesmal zog nicht Gomez für Rana den Zwischenspurt an, sondern die Rollen haben sich getauscht - vorerst. Vielleicht hat Ivan Rana wieder Blut geleckt und wünscht sich einen erneuten Wechsel an der Spitzenposition der Spanier...
(Kommentar von Kai Baumgartner)
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