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Offener Brief an den 1. Vorsitzender des NRWTV e.V.

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O-Töne
"Weil es da so viele schöne Männerkörper zu bewundern gibt!" - Anastasia Badmann über ihre Beweggründe zur Ausübung von Triathlon.





Robert Stabrey hat in einem lesenwerten und ausführlichen Brief eine Einschätzung der aktuellen Landschaft im Triathlon gegeben. Auf vielschichtige Weise kommt er in seiner Momentaufnahme zu unterschiedlichen Konsequenzen und Folgerungen für jedes einzelne Mitglied im Verband der Deutschen Triathlon Union.

Jedem Verbandsangehörigem obliegt es in der eigenen Verantwortung und der seiner gewählten Vertreter aus den Ländern vor dem nächsten Landes- und Bundesverbandstag seine Wünsche dem zuständigen Landesverband gegenüber zu artikulieren. Ergänzungen zur Tagesordnung sind über diesen Weg zu bewirken und Diskussionen in dem Gremium können angestoßen werden.


Offener Brief an Dieter Hofmann in seiner Funktion als
1. Vorsitzender des NRWTV e.V
.

Lieber Dieter,
im Verlauf der gerade beendeten Wettkampf-Saison haben sich einige negative Ereignisse zugetragen. Hierbei muß ich dem sportlichen Geschehen hierzulande einiges an Kritik gegenüberstellen. Wenn man den Triathlonsport so lange wie ich aktiv betreibt (seit 1989), kann man tiefgründigere Beobachtungen machen und Schlüsse ziehen, als Leute die erst vor kurzer Zeit dazugekommen sind.
Substantiell meine ich den organisatorischen Ablauf einiger Veranstaltungen insb. in NRW und bei der DTL. Ferner die aktuellen Dopingfälle und den verbandspolitischen Umgang damit. Das journalistische Engagement des Online-Magazins 3athlon.de ist hierbei sehr begrüßenswert. Das Thema Doping ist im Triathlonsport bislang kaum in Erscheinung getreten, da wohl zu wenig Geld mit diesem Sport verdient wird. Trotzdem ist die lückenlose, öffentliche Aufklärung auch kleiner Vorfälle unabdingbar für die Abschreckung.
Leider ist 3athlon.de heuer das einzige Medium, daß sich noch kritisch mit den aktuellen Geschehnissen im Triathlonsport hierzulande auseinandersetzt. Das Magazin „Triathlon“ ist nun mal nur DTU-Organ und langweilt vorwiegend mit gezwungen positiven Darstellungen aller Art: Zuviel Raum für die DTU-Kaderathleten, inhaltschwache Veranstaltungsberichte, wiedergekäute Trainingsratschläge, eine Unzahl an Produktvorstellungen und –werbung, große bunte Fotos und diese oft gestellt, z. T. mit den eigenen Redakteuren. Als die ersten Ausgaben erschienen, war ich ob der Oberflächlichkeit und des mangelnden Tiefgangs enttäuscht, den die alte Triathlet sogar in den letzten Ausgaben noch hatte. Das Heft taugt in seiner jetzigen Form von der Aussagekraft her wenig. Die zahlreichen Probleme und Mißstände kommen in der „Triathlon“ entweder überhaupt nicht zur Sprache oder werden heruntergespielt.
Konstruktive Kritik ist für jeden von uns Ansporn zur Verbesserung. Ohne sie und die Polarisierung geht es mit allen Dingen kontinuierlich bergab. Genau das passiert mit dem Triathlonsport in Deutschland sukzessiv seit Ende der 90er Jahre. Vielleicht überrascht dich meine Meinung jetzt. Aber du bist ebenfalls lange dabei und empfindest das möglicherweise ähnlich. Worin sehe ich die Gründe?
1. Wir haben einen Dachverband der sicherlich Ansprüche stellt, auch an sich selbst, aber sehr oft glücklos agiert.
2. Wir zählen Jahr für Jahr immer weniger Veranstaltungen für die Leistungssportler.
3. Wir werden von Behörden genervt bis gegängelt, daß es für kreative und motivierte Köpfe wie auch altgedienten Veranstaltern immer schwerer wird ihre Konzepte durchzusetzen.
4. Wir leben in einem (spaß)gesellschaftlichen Umfeld in dem viele an der Spitze der Bedürfnispyramide stehen und Eigeninteressen stärker als früher in den Vordergrund gerückt werden. Viele wollen nur Vereinskonsumenten sein, ein Engagement für den Verein und Mithilfe bei Veranstaltungen stehen zurück, und
5. wir strapazieren einige Triathlon-Highlights, indem sie häufig präsentiert und beschrieben werden und auf diese Weise, wie mir immer deutlicher erscheint, über den eigentlichen Verfall hinwegtäuschen. Dazu gehören
· OIMG und (noch) Roth Challenge im Hinblick auf den Ironman Hawaii
· Olympia und das Drumherum
· schon mit Abstrichen: Holstencityman

Ohne Diskussionen ist der Ironman in Deutschland eine tolle Sache, der findet aber nur einmal im Jahr statt. Über die Startgebühren lasse ich mich hier nicht aus. Ich kenne aus eigener Erfahrung die Kostenarten einer Triathlonveranstaltung und die hohen Startgelder werden am Markt ja auch erzielt.

Der Kurztriathlon hat sich in der heutigen Zeit in fast allen Belangen wie Training, Spitzenathleten und Veranstaltungscharakter von der Langdistanz entfernt. Die Olympischen Spiele mit „unserem“ Triathlon-Höhepunkt sind aber nur alle vier Jahre. Aushängeschild in Deutschland soll hierfür die DTL sein. Ein hochklassiges, teilweise semiprofessionelles Athletenfeld tritt hier an, und die Veranstaltungen: bis auf den beständig guten Alpen-Triathlon eine beispiellose Ansammlung von Fehlgriffen und Pleiten, auf die ich hier nicht näher eingehen will, da bekannt. Der Verband kündigte nach dem Präsidentenwechsel von Engelhardt zu Müller-Ott an, den Triathlonsport in die Städte zu bringen. Hierbei ist bislang aber nur ein wirkliches Großereignis herausgekommen, organisiert von einer renommierten und erfahrenen Sportagentur, die wirtschaftlich denken muß. Der Rest waren Rohrkrepierer oder organisatorische Fehlleistungen bis Desaster: Frankfurt, Düsseldorf, Breitenauer See, München. Für Leipzig stehen die Karten nach der (erneuten) totalen Olympia-Blamage des NOK und seiner Mitgliedsverbände nicht mehr zum besten. Aber das ist jetzt wirklich Schwarzmalerei, lassen wir das, warten ab was daraus im Laufe der Zeit wird und bleiben bei den Fakten.

Zunächst zu unseren Verbänden, Interessenvertretern ihres Zeichens. Martin Engelhardt hat die 90er Jahre in der DTU entscheidend und mit viel persönlichem Engagement mitgeprägt. Starke und sehr tatkräftige Persönlichkeiten sorgen immer rechtzeitig für ihre Nachfolge, so sie denn wissen wann (und ob) sie ausscheiden wollen. Es scheint jedoch so, daß gerade dieser Charaktertyp ein Faible für weitgehend profilschwache Ziehkinder hat. Leute die nicht aufbegehren, querdenken oder gar die eigenen Entscheidungen diskutieren und kritisieren. Hierfür gibt es in der Menschheitsgeschichte genügend Beispiele und dieses Problem schleppen sehr viele Firmen, kleine bis mittelständische sowie auch große Unternehmen mit sich herum. Klaus Müller-Ott ist der Protegé von Engelhardt gewesen. Das erste was er tat, war den langjährigen, offen geführten Streit mit der ITU schnell zu beenden. Dies war sicherlich sein vordergründiges Verdienst und allerhöchste Zeit. Man will ja doch endlich mal eine WM im eigenen Land ausrichten dürfen, und vielleicht ist es ja 2007, 14(!) Titelkämpfe nach dem ersten Versuch 1993 endlich soweit. Was aber kam danach: Gleichschaltungsaktivitäten beim Regelwerk, sicherlich keinere Dinge wie die AK-Regelung. Dann aber der Hammer Ende letzten Jahres, die Abstandsverkürzung bei der Draftingregel, die klammheimlich durchgedrückt werden sollte. Das Verdienst von 3athlon.de und der Athletenschar, daß es am Ende doch anders kam.
Die DTL wird immer noch nicht ansprechend präsentiert. Die peinliche Homepage, etwas was einfach und schnell in Ordnung zu bringen ist, zeigt, daß man die Bundesliga immer noch stiefmütterlich behandelt. Gleichzeitig verlangt die DTU jedoch hohe Lizenzgebühren von Ausrichtern und den teilnehmenden Teams, was dann auch schon mal eine Art von Offenbarungseid bewirken kann.
Weiterhin gibt es die regelmäßigen, jährlichen Schwierigkeiten Ausrichter für die Deutschen Meisterschaften zu finden. Dann die Dopingfälle, z. T. schon im letzten Sommer aufgedeckt und erst viele Monate später mit der Begründung zeitintensiver Vorgaben des alten, noch geltenden Regelwerkes publik gemacht. Das nächste Anliegen steht den Landesverbänden ja schon ins Haus: Die DTU streckt ihre Hand nach mehr Einfluß in den regionalen Ligabetrieben aus, mit dem offensichtlichen Ziel hier mehr mitzuverdienen.
Speziell beim NRWTV habe ich den Eindruck, daß dort kaum noch etwas läuft, was über die routinemäßige Verwaltungsarbeit hinaus geht. Zudem kann es nicht angehen, daß das eingetragene und zahlende Mitglied Pulheimer SC vom NRWTV keine Unterstützung im Hinblick auf die Realisierung weiterer Triathlon-Veranstaltungen am Fühlinger See in Köln erhält. Hier muß, wie mehrfach mündlich und schriftlich mitgeteilt, von Seiten des Verbandes Lobbyarbeit betrieben werden. Gemäß Satzung verpflichtet sich der NRWTV zur Förderung der Belange seiner Mitgliedsvereine. Hiervon kann in dieser speziellen Angelegenheit bislang keine Rede sein.

Mittlerweile sind viele Triathleten der 80er aus dem Leistungs- und Wettkampfsportgeschehen ausgestiegen. Junge Leute haben den Sport entdeckt, genauso wie die klassischen Seiteneinsteiger von denen der Triathlon seit den Anfängen in den 70ern zehrt – die in ihrem früheren, vorfamiliären Leben schon sportlichen Enddreißiger bis Mittvierziger. Diese beiden Personengruppen, die oft und sicherlich begeistert an Jedermannrennen teilnehmen, wissen nicht von der Qualität der Veranstaltungen bis Mitte der 90er Jahre. Die war besser als das was heute heute vielfach geboten wird. Vor allen Dingen waren sie zahlreicher und das Netz in der Karte engmaschiger. NRW war immer das Land mit Vorzeigecharakter. So umstritten die damalige Verbandsführung des TVNRW und späteren WTV war, sie hat auf dem Veranstaltungssektor einiges bewegt und früh Maßstäbe gesetzt. So oft damals auf der KRONEN-Tour und späteren Liga gemeckert wurde, die NRW-Liga heute scheint dagegen nicht mehr als der chemische Rückstand dieses dereinst guten Produktes zu sein.
Sicherlich wird man mir jetzt entgegenhalten, daß doch alle Ligakonkurrenzen mit Mannschaften voll besetzt sind. Aber: Im südlichen NRW beispielsweise gab es vor 10 Jahren in jedem Monat zwei oder mehrere Veranstaltungen zu denen man nicht weiter als 60 km fahren mußte. Duathlon in Köln, Solingen und Mönchengladbach, Kurz-Triathlon in Neuss, Rheinbach, Duisburg, Witten, Olpe, Gummersbach, Köln (2x), Kerpen und Bergisch Gladbach, alle nicht mehr existent. Mitteldistanzen in Köln, Olpe, Hückelhoven und Kaarst, heute nicht mehr im Veranstaltungskalender. Von der alten Serie sind nur noch Buschhütten, Bonn, Hückeswagen und Krefeld übrig. Um überhaupt noch mal an einem Kurz-Triathlon teilnehmen zu können, bleibt schon seit einigen Jahren bei wenigen Ausnahmen nur noch der Liga-Start. Der NRW-Liga-Ausschuß (zu dem ich von 1995-99 auch mal angehört habe) quält sich damit herum, geeignete Ausrichter zu finden, die die (geringen) Anforderungen erfüllen können. Die Landesliga Süd muß nach Xanten (!) fahren, um einen Wettkampf zu bestreiten. Man muß heute aber nicht nur lange Anfahrtwege in Kauf nehmen, man bekommt dann vor Ort auch noch immer häufiger ein trostloses Bild geboten: Veranstaltungs-Equipment auf dem Niveau einer Pionierveranstaltung, langweilige oder nervige Moderationen, grobe Organisationsfehler, ein falsches Konzept, wenig Flair, Ausschläge auf der Stimmungsskala Fehlanzeige. Die zunehmend gesichtslosen Veranstaltungenähneln immer mehr drögen, regionalen Schwimmwettkämpfen. Der Windschattenfrust im Rennen und die Diskussionen danach leisten dann noch ihr übriges dazu.

Nicht nur in NRW sieht es immer bescheidener aus, alle anderen Bundesländer leiden unter einem Schwund an Rennen für ambitionierte Triathleten. Einen Jedermann- oder Schülerwettkampf zu organisieren, der Arbeitsaufwand ist verhältnismäßig gering und wird noch erledigt. Zu mehr reichen Zeit und Tatkraft oft jedoch nicht mehr.
Die Kluft zwischen der o. g. Upper-Class und den Breitensportrennen wird folglich größer. Dazwischen entsteht immer mehr ein Vakuum, das eigentlich sehr gute regionale Veranstaltungen füllen müssen, die ein gesundes Anspruchsdenken aufweisen und für den Leistungssportler ein hohes Gewicht bedeuten. Hierzu zähle ich z. B. noch Immenstadt, Bonn, den Rothsee-Triathlon oder Maxdorf.
Ein weiteres Phänomen geht noch einher. Es paßt genau zum Charakter dieses Jahrzehnts der Blender und Schaumschläger: das „Sich-Aufblasen“ von Veranstaltern kommt in Mode. Mittelprächtige„Events“ werden schon im Vorhinein den Leuten als zur Upper-Class zugehörig verkauft, trittbrettfahrergleich hohe Startgelder erhoben und Werbung gemacht. Letztere nimmt dann sukzessiv ab, je näher der Tag X rückt, obwohl das Startfeld noch lange nicht voll ist. Gemäß den Marktregeln müßte man jetzt sein Produkt noch mehr anpreisen - seltsam also! Offenbar merken die Organisatoren erst mit fortgeschrittener Zeit, daß noch vieles ungeklärt ist, auf die Schiene gesetzt werden muß - und werden immer nervöser. So ein Wettkampf ist halt eine Terminarbeit, den man nicht kurzfristig nach hinten schieben kann. Bei vielen dieser Veranstaltungen wird das Drumherum (Pasta-Party, Showprogramm, Pressekonferenz, Feuerwerk etc.) ehrgeiziger geplant und organisiert, als das zunächst immer wesentliche, der Wettkampf selbst. Womit sich zwangsläufig Pannen einstellen, Sportler verärgert werden und sich alles negativ auf das gesamte Image auswirkt.

Können professionell organisierte Massen-Triathlons wie in Hamburg helfen? Bislang jedenfalls nicht, denn das Veranstaltungssterben geht weiter. Außerdem: Wer stellt denn da die größte Fraktion im Teilnehmerfeld? Novizen und Gelegenheitstriathleten, vorwiegend interessiert an der Show, dem eigenen Finishen und dem „Sich-Bejubeln-lassen“. Die zahlen das hohe Startgeld, im Gegensatz zu den eingefleischten Triathleten die das Preisleistungsverhältnis hier verzerrt sehen. Nichts gegen diese Leute und den Drang zur Bewegung, im Gegenteil! Das entscheidende jedoch ist, ob sich aus dieser großen Gruppe Leute gewinnen lassen, die Triathlonüber längere Zeit regelmäßig als Wettkampfsport im Verein ausüben werden. Hieraus ergäbe sich für die Vereine das Potential an ehrenamtlichen Helfern und Mitorganisatoren für zukünftige Veranstaltungen. Und: Ein sehr guter City-Triathlon im Lande ist da zu wenig.

Zum Abschluß kommen unsere lieben Behörden dran. Hierüber kann man sicherlich tagelang debattieren und Sportveranstaltungen sind da nur ein kleines Randgebiet. Desinteresse, mangelnde Veranwortungsbereitschaft, Unflexibilität im Handeln und Denken, Trägheit, überholte Vorschriften und Beförderungsstau sind jene Übel, die die Organisation einer Veranstaltung noch schwerer machen als sie ohnehin schon ist. Die Mitarbeiter und die Umstände im öffentlichen Dienst sind vorwiegend schuld an vielen Mißständen und Miseren, Pleiten und Pannen. Da stellt man sich als Veranstalter schnell die Frage, ob man sich seine Freizeit von Leuten mit begrenztem triathletischen Horizont, vornehm ausgedrückt, unerfreulich gestalten lassen soll. Menschen, die sich zu allem Überfluß oft noch mit einer arroganten, unnahbaren Aura umgeben. Die ist in fast allen Fällen nur ein Schutzmantel gegen die eigene Inkompetenz.
Das jämmerliche Bild, das die deutsche Polizei in manchen Großstädten abgibt, macht das Maß dann voll. Wobei man diese Beamtenriege sogar noch verstehen kann: chronisch unterbezahlt, schichtdienstschiebend verrichten sie oft mißgelaunt ihr Tagewerk. Warum dann auch noch sonntags für Ordnung im Verkehr sorgen müssen, wenn man sich samstags von betrunkenen Fußballfans anmachen lassen muß?

Ende der 90er Jahre kündigte sich die ganze Misere bereits mit dem Rückgang des Duathlon an. Eine junge Sportart, die gerade mal zehn Jahre zuvor schnell viel Interesse erzeugte und volle Teilnehmerfelder einbrachte. „Toll, da beginnt die Ausdauersaison ja jetzt schon im März!“ war der Grundtenor. Heute will da kaum einer mehr etwas von wissen, Duathlon führt nur noch das Dasein eines weggeworfenen Spielzeuges. Da nützen auch die jüngsten Wiederbelebungsversuche der DTU nichts. Solange keine Aufbruchstimmung herrscht, gibt’s auch keine neue Bewegung.

Der Veranstaltungsschwund und Qualitätseinbußen noch bestehender Wettkämpfe sind für mein Empfinden sicherlich im wesentlichen für viele Mißstände und Unzufriedenheiten der Auslöser. Schuld daran sind alle Beteiligten: Aktive, Vereine und Veranstalter, Trainer, Verbände, Behörden. Triathlon hat den Vorteil, daß der/die JedermannFrau gegen die Top-Athleten in einem Rennen direkt antreten kann, was es in kaum einer anderen Sportart gibt. Damit das wieder bei zahlreichen und besseren Veranstaltungen möglich ist, muß deutlich mehr dafür getan werden. Sonst ist bei einem maroden Unter- und Mittelbau bald auch die dünne Upper-Class wieder genötigt ganz zurückfahren zu müssen.

Ein erster Schritt in die richtige Richtung wäre das Ende der Schön-Wetter-Macherei. Was die Zeitschrift „Triathlon“ hierbei angeht, die jeder Startpassinhaber frei Haus geschickt bekommt: Ich würde gerne auf diesen Service verzichten und anregen, daß das hierfür aufgewendete Budget entweder den DTU-Startpass (für NRW oder auch die anderen Bundesländer) verbilligt oder besser noch sinnvolleren Etatposten zugerechnet wird. Wer nicht auf das Heft verzichten will, kann die Ausgaben selbst im Handel erwerben oder abonnieren.
Liegt die notwendige Mehrheit der NRW-Mitgliedsverbände für diesen Vorschlag vor, könnte dies auf dem Verbandstag am 13.11.2004 in Duisburg abgestimmt und beschlossen werden, sofern keine übergeordneten Abkommen mit der DTU entgegenwirken.

Mit sportlichem Gruß
Robert Stabrey, Pulheimer SC
Köln, 21.10. 2004

Links

26.11.2004 Bericht und Kommentar zum NRWTV Verbandstag
11.11.2004 Dringlichkeitsantrag an den NRWTV (pdf)
11.11.2004 Dringlichkeitsantrag an den NRWTV (Begleitschreiben)
01.11.2004 Das 3athlon Gütesiegel für Veranstaltungen
31.10.2004 Download des Briefs (pdf)
31.10.2004 Die Antwort von Dieter Hoffmann
31.10.2004 Offener Brief von Rob Stabrey
31.10.2004 Diskussion im Forum auf 3athlon.info
31.10.2004 Antrag auf Entkoppelung von Mitgliedschaft und Abo (pdf)
31.10.2004 Übersicht der Landesverbände und Kontaktadressen für Anfragen der Mitglieder an den Landesverband

 


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11.11. Eilantrag NRWTV (pdf)
11.11. Eilantrag NRWTV
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