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Offener Brief an den 1. Vorsitzender des NRWTV e.V. 07.01. Nachmelden für Ironman EM 2009 in Frankfurt? |
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| O-Töne O-Töne "Weil es da so viele schöne Männerkörper zu bewundern gibt!" - Anastasia Badmann über ihre Beweggründe zur Ausübung von Triathlon. |
Robert Stabrey hat in einem lesenwerten und ausführlichen Brief eine Einschätzung der aktuellen Landschaft im Triathlon gegeben. Auf vielschichtige Weise kommt er in seiner Momentaufnahme zu unterschiedlichen Konsequenzen und Folgerungen für jedes einzelne Mitglied im Verband der Deutschen Triathlon Union. Jedem Verbandsangehörigem obliegt es in der eigenen Verantwortung und der seiner gewählten Vertreter aus den Ländern vor dem nächsten Landes- und Bundesverbandstag seine Wünsche dem zuständigen Landesverband gegenüber zu artikulieren. Ergänzungen zur Tagesordnung sind über diesen Weg zu bewirken und Diskussionen in dem Gremium können angestoßen werden. Offener Brief an Dieter Hofmann in seiner Funktion als Lieber Dieter, Ohne Diskussionen ist der Ironman in Deutschland eine tolle Sache, der findet aber nur einmal im Jahr statt. Über die Startgebühren lasse ich mich hier nicht aus. Ich kenne aus eigener Erfahrung die Kostenarten einer Triathlonveranstaltung und die hohen Startgelder werden am Markt ja auch erzielt. Der Kurztriathlon hat sich in der heutigen Zeit in fast allen Belangen wie Training, Spitzenathleten und Veranstaltungscharakter von der Langdistanz entfernt. Die Olympischen Spiele mit „unserem“ Triathlon-Höhepunkt sind aber nur alle vier Jahre. Aushängeschild in Deutschland soll hierfür die DTL sein. Ein hochklassiges, teilweise semiprofessionelles Athletenfeld tritt hier an, und die Veranstaltungen: bis auf den beständig guten Alpen-Triathlon eine beispiellose Ansammlung von Fehlgriffen und Pleiten, auf die ich hier nicht näher eingehen will, da bekannt. Der Verband kündigte nach dem Präsidentenwechsel von Engelhardt zu Müller-Ott an, den Triathlonsport in die Städte zu bringen. Hierbei ist bislang aber nur ein wirkliches Großereignis herausgekommen, organisiert von einer renommierten und erfahrenen Sportagentur, die wirtschaftlich denken muß. Der Rest waren Rohrkrepierer oder organisatorische Fehlleistungen bis Desaster: Frankfurt, Düsseldorf, Breitenauer See, München. Für Leipzig stehen die Karten nach der (erneuten) totalen Olympia-Blamage des NOK und seiner Mitgliedsverbände nicht mehr zum besten. Aber das ist jetzt wirklich Schwarzmalerei, lassen wir das, warten ab was daraus im Laufe der Zeit wird und bleiben bei den Fakten. Zunächst zu unseren Verbänden, Interessenvertretern ihres Zeichens. Martin Engelhardt hat
die 90er Jahre in der DTU entscheidend und mit viel persönlichem Engagement mitgeprägt.
Starke und sehr tatkräftige Persönlichkeiten sorgen immer rechtzeitig für ihre Nachfolge, so sie
denn wissen wann (und ob) sie ausscheiden wollen. Es scheint jedoch so, daß gerade dieser
Charaktertyp ein Faible für weitgehend profilschwache Ziehkinder hat. Leute die nicht aufbegehren,
querdenken oder gar die eigenen Entscheidungen diskutieren und kritisieren. Hierfür
gibt es in der Menschheitsgeschichte genügend Beispiele und dieses Problem schleppen sehr
viele Firmen, kleine bis mittelständische sowie auch große Unternehmen mit sich herum. Klaus
Müller-Ott ist der Protegé von Engelhardt gewesen. Das erste was er tat, war den langjährigen,
offen geführten Streit mit der ITU schnell zu beenden. Dies war sicherlich sein vordergründiges
Verdienst und allerhöchste Zeit. Man will ja doch endlich mal eine WM im eigenen Land ausrichten
dürfen, und vielleicht ist es ja 2007, 14(!) Titelkämpfe nach dem ersten Versuch 1993
endlich soweit. Was aber kam danach: Gleichschaltungsaktivitäten beim Regelwerk, sicherlich
keinere Dinge wie die AK-Regelung. Dann aber der Hammer Ende letzten Jahres, die Abstandsverkürzung
bei der Draftingregel, die klammheimlich durchgedrückt werden sollte. Das
Verdienst von 3athlon.de und der Athletenschar, daß es am Ende doch anders kam. Mittlerweile sind viele Triathleten der 80er aus dem Leistungs- und Wettkampfsportgeschehen
ausgestiegen. Junge Leute haben den Sport entdeckt, genauso wie die klassischen Seiteneinsteiger
von denen der Triathlon seit den Anfängen in den 70ern zehrt – die in ihrem früheren,
vorfamiliären Leben schon sportlichen Enddreißiger bis Mittvierziger. Diese beiden Personengruppen,
die oft und sicherlich begeistert an Jedermannrennen teilnehmen, wissen nicht von
der Qualität der Veranstaltungen bis Mitte der 90er Jahre. Die war besser als das was heute
heute vielfach geboten wird. Vor allen Dingen waren sie zahlreicher und das Netz in der Karte
engmaschiger. NRW war immer das Land mit Vorzeigecharakter. So umstritten die damalige
Verbandsführung des TVNRW und späteren WTV war, sie hat auf dem Veranstaltungssektor
einiges bewegt und früh Maßstäbe gesetzt. So oft damals auf der KRONEN-Tour und späteren
Liga gemeckert wurde, die NRW-Liga heute scheint dagegen nicht mehr als der chemische
Rückstand dieses dereinst guten Produktes zu sein. Nicht nur in NRW sieht es immer bescheidener aus, alle anderen Bundesländer leiden unter
einem Schwund an Rennen für ambitionierte Triathleten. Einen Jedermann- oder Schülerwettkampf
zu organisieren, der Arbeitsaufwand ist verhältnismäßig gering und wird noch erledigt. Zu
mehr reichen Zeit und Tatkraft oft jedoch nicht mehr. Können professionell organisierte Massen-Triathlons wie in Hamburg helfen? Bislang jedenfalls nicht, denn das Veranstaltungssterben geht weiter. Außerdem: Wer stellt denn da die größte Fraktion im Teilnehmerfeld? Novizen und Gelegenheitstriathleten, vorwiegend interessiert an der Show, dem eigenen Finishen und dem „Sich-Bejubeln-lassen“. Die zahlen das hohe Startgeld, im Gegensatz zu den eingefleischten Triathleten die das Preisleistungsverhältnis hier verzerrt sehen. Nichts gegen diese Leute und den Drang zur Bewegung, im Gegenteil! Das entscheidende jedoch ist, ob sich aus dieser großen Gruppe Leute gewinnen lassen, die Triathlonüber längere Zeit regelmäßig als Wettkampfsport im Verein ausüben werden. Hieraus ergäbe sich für die Vereine das Potential an ehrenamtlichen Helfern und Mitorganisatoren für zukünftige Veranstaltungen. Und: Ein sehr guter City-Triathlon im Lande ist da zu wenig. Zum Abschluß kommen unsere lieben Behörden dran. Hierüber kann man sicherlich tagelang
debattieren und Sportveranstaltungen sind da nur ein kleines Randgebiet. Desinteresse, mangelnde
Veranwortungsbereitschaft, Unflexibilität im Handeln und Denken, Trägheit, überholte
Vorschriften und Beförderungsstau sind jene Übel, die die Organisation einer Veranstaltung
noch schwerer machen als sie ohnehin schon ist. Die Mitarbeiter und die Umstände im öffentlichen
Dienst sind vorwiegend schuld an vielen Mißständen und Miseren, Pleiten und Pannen.
Da stellt man sich als Veranstalter schnell die Frage, ob man sich seine Freizeit von Leuten mit
begrenztem triathletischen Horizont, vornehm ausgedrückt, unerfreulich gestalten lassen soll.
Menschen, die sich zu allem Überfluß oft noch mit einer arroganten, unnahbaren Aura umgeben.
Die ist in fast allen Fällen nur ein Schutzmantel gegen die eigene Inkompetenz. Ende der 90er Jahre kündigte sich die ganze Misere bereits mit dem Rückgang des Duathlon an. Eine junge Sportart, die gerade mal zehn Jahre zuvor schnell viel Interesse erzeugte und volle Teilnehmerfelder einbrachte. „Toll, da beginnt die Ausdauersaison ja jetzt schon im März!“ war der Grundtenor. Heute will da kaum einer mehr etwas von wissen, Duathlon führt nur noch das Dasein eines weggeworfenen Spielzeuges. Da nützen auch die jüngsten Wiederbelebungsversuche der DTU nichts. Solange keine Aufbruchstimmung herrscht, gibt’s auch keine neue Bewegung. Der Veranstaltungsschwund und Qualitätseinbußen noch bestehender Wettkämpfe sind für mein Empfinden sicherlich im wesentlichen für viele Mißstände und Unzufriedenheiten der Auslöser. Schuld daran sind alle Beteiligten: Aktive, Vereine und Veranstalter, Trainer, Verbände, Behörden. Triathlon hat den Vorteil, daß der/die JedermannFrau gegen die Top-Athleten in einem Rennen direkt antreten kann, was es in kaum einer anderen Sportart gibt. Damit das wieder bei zahlreichen und besseren Veranstaltungen möglich ist, muß deutlich mehr dafür getan werden. Sonst ist bei einem maroden Unter- und Mittelbau bald auch die dünne Upper-Class wieder genötigt ganz zurückfahren zu müssen. Ein erster Schritt in die richtige Richtung wäre das Ende der Schön-Wetter-Macherei. Was die Zeitschrift „Triathlon“ hierbei angeht, die jeder Startpassinhaber frei Haus geschickt bekommt:
Ich würde gerne auf diesen Service verzichten und anregen, daß das hierfür aufgewendete
Budget entweder den DTU-Startpass (für NRW oder auch die anderen Bundesländer) verbilligt
oder besser noch sinnvolleren Etatposten zugerechnet wird. Wer nicht auf das Heft verzichten
will, kann die Ausgaben selbst im Handel erwerben oder abonnieren. Mit sportlichem Gruß 26.11.2004 Bericht und Kommentar zum NRWTV Verbandstag |
27.11. Presseschau 26.11. Bericht NRWTV 25.11. Hawaii: Awardsparty 23.11. Kurt Denk zum Gremium 23.11. TV Update 23.11. Blog Forumtreff 22.11. Countdown ebay 20.11. Pferdefuss Profilizenz 19.11. IView Jürgen Zäck 18.11. Fokus Al-Sultan 17.11. DTU Erklärung 17.11. Nina Kraft talks 17.11. Dementi Wingenfeld 16.11. Sneak Preview NBC 16.11. SWF-DTU-QCR 16.11. Newsletter #87 15.11. IView OIMG&QCR 14.11. TV: Thomas Hellriegel 13.11. Kein ZDF für Nina K. 13.11. Falsch gespart?(Upd.) 13.11. Ersteigert den Triathlon 13.11. Nina Kraft im ZDF 13.11. Risikobetrachtung EPO 12.11. Pressemitteilung WTC 12.11. Interview N. Badmann 12.11. Stimmen der Profis 11.11. Interview NADA-Bonn 11.11. WTC Kontrollsystem? 11.11. 3athlon Kommentar 11.11. Update R. Beke 11.11. Eilantrag NRWTV (pdf) 11.11. Eilantrag NRWTV 11.11. OIMG & Kontrolle (Upd.) 10.11. QCR verschärft Kontrolle 10.11. Nina Kraft pos. (engl.) 10.11. Nina Kraft positiv 10.11. Diskussion im Forum 10.11. Neuer Dopingfall 08.11. Update TV Tipps 07.11. IM Florida 07.11. Ergebnisse Florida 06.11. IM Florida Live 05.11. Fokus Nina Kraft 01.11. Bestes Triathlonteam 01.11. 3athlon Gütesiegel 01.01. Eilantrag HTV (PDF) 01.11. Diskussion zum Brief 01.11. Antwort des NRWTV 01.11. Offener Brief: NRWTV Anzeigen: |
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