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Jürgen Zäck (GER) talks

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Jürgen Zäck berichtet 3athlon, wie seine Woche vor dem Opel IRONMAN Germany 2004 verläuft.

Sonntag, 04. Juli 2004
Auf der abschließenden intensiven Trainingsrunde passierte es: Jürgen Zäck, einer der Favoriten auf den Sieg beim Ironman Germany, krachte beim letzten harten Radtraining am Sonntag auf einen abbiegenden Wagen.
Vor dem Moselstädtchen Cochem hatte sich der Vallendarer Triathlet mit einem Trainingspartner etwa zur Hälfte der 140 Kilometer langen Tour von seiner Radgruppe abgesetzt. „Wir fuhren um die 50 km/h“, so Zäck, dessen Begleiter vorneweg einen Wagen passierte, der mit langsamer Fahrt durch Cochem fuhr. Der ortsfremde Fahrer suchte offensichtlich nach einem Parkplatz, hatte jedoch noch nicht den Blinker gesetzt. Zäcks Trainingskollege rollte so schnell an der Limousine vorbei, dass der Autofahrer, der inzwischen den Blinker gesetzt hatte, abbremste. „Ich habe intuitiv gemerkt, dass er bremst“, sagt Zäck, der selbst noch an den Bremsen zog, jedoch mit voller Wucht auf den Kofferraum aufschlug. „Den Fahrer trifft keine Schuld“, so der Triathlet.
Mit dem Kinn prallte der 38-Jährige aufs Metall, überschlug sich anschließend und landete rücklings auf dem Asphalt. „Ich hatte wahnsinniges Glück“, so Zäck, der sich rasch aufrappelte und die Gruppe überredete, die Tour nicht abzubrechen. „Die anderen wollten sofort einen Krankenwagen rufen.“
Zäck dagegen nahm sein fast unbeschädigtes Rad und testete auf dem Rückweg ins heimische Koblenz mit einigen harten Antritten seine Trainingskameraden und den lädierten Körper. Nach dem Radprogramm war er sogar in der Lage, einen schnellen Lauf über zehn Kilometer zu absolvieren. „Nur die ersten Minuten waren etwas unrund“, so Zäck, „außerdem hatte sich am Ellenbogen eine dicke Beule herausgedrückt.“

Am Montag wurde der Vorjahresdritte von Frankfurt genauer untersucht. Neben Schwellungen am Kiefer, einem vermutlich geplatzten Schleimbeutel am Ellenbogen (Zäck: „Sieht aus wie ein Golfball.“), Schürfwunden und einer starken muskulären Verspannung im Rückenbereich wurde ein Muskelriss im rechten Oberschenkel diagnostiziert. „Es ist ein fünf Zentimeter langer Riss im Oberschenkel“, sagt Zäck, „man kann das Loch richtig fühlen.“ Dennoch ist der Routinier, der im Vorfeld des Ironman wegen einer hartnäckigen Blutblase unter dem Fußballen bereits zwei Testwettkämpfe absagen musste, fest von seinem Start in Frankfurt überzeugt. „Manche Ärzte würden sagen, es hat keinen Zweck, das Rennen zu bestreiten“, erklärt Zäck. Sein behandelnder Arzt hat dies nicht geäußert, und der Hawaii-Sechste selbst will es probieren, wenn die Beschwerden in den kommenden Tagen nicht stärker werden. „Ich bin optimistisch, dass die Verletzung mich nicht zu sehr behindert“, sagt er, „ich will in Frankfurt starten, denn meine Trainingsleistungen sind hervorragend.“ Auf dem Rückweg der Unfallfahrt hat er das seine Begleiter noch einmal deutlich spüren lassen und auch eine Koppeleinheit mit exzellentem 34er Laufsplit auf 10km folgen lassen. (Volker Boch, Kai Baumgartner)

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Eine Motorhaube hat Jürgen am letzten Wochenende arg in Mitleidenschaft gezogen: die Form stimmt trotzdem und der Start steht zur Zeit außer Frage!
Foto: TFrahmS


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